Schachclub Asperg e.V.          

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Chronik - Die Jahre 1948 - 1998

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Schachgedicht
1948-1998
Ein Bericht aus unserer Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum (1998)

Ein Stück Vereins-
geschichte


1948 - Nachkriegsdeutschland; Millionen Vertriebene haben eine neue Heimat gefunden, tausende Soldaten befinden sich noch immer in Kriegsgefangenschaft. Und trotzdem, das Leben in Deutschland beginnt sich langsam wieder zu normalisieren.

Am Anfang waren es zumeist die Männer aus den Ostgebieten, die sich zwanglos in der Gaststätte "Zur Krone" zum Schachspiel trafen. Mit der Zeit entwickelte sich eine Schachgemeinschaft aus Neu- und Altaspergern und am 1. November 1948 war es dann soweit - der Schach-Club Asperg wurde ins Leben gerufen:

Die Gründungsmitglieder hießen:

Peter Dorotiak
Hermann Fink
Ernst Kauhl
Helmut Kopp
Hermann Leihenseder
Dr. Emil Ludwig
Alfred Mendrok
Werner Pfeil
Willi Pfund
Andor Schönwiesner
Rudolf Wojciechowski
Fritz Wolf

Das erste Spiel des neu gegründeten Vereines war ein Freundschaftsspiel gegen den Schach-Club Eglosheim.

Seit Beginn der Spielzeit 1949/50 nahm unser Verein mit mindestens einer Mannschaft am regulären Spielbetrieb teil. Zuerst im Schachbezirk Enz/Murr, später im Schachbezirk Stuttgart, heute im Schachbezirk Unterland. In der Regel meldete unser Verein dabei zwei Mannschaften. Unterbrochen wurde diese Kontinuität nur in den Jahren 1962 - 76 als lediglich eine Mannschaft an der Punktspielrunde teilnahm und in den Jahren 1980 - 84 als es Dank einer guten Jugendarbeit möglich war, mit drei Mannschaften um Punkte zu kämpfen.

In den Anfangsjahren engagierten sich unsere Mitglieder Wojciechowski, Schönwiesner und Mendrok zusätzlich auf Kreisebene um die Organisation des Spielbetriebes, so wie er heute mit kleinen Änderungen weiterhin Bestand hat, mit aufzubauen.

Ihrem Ruf als Fahrstuhlmannschaft wurde Asperg in den meisten Jahren gerecht. So pendelte man des öfteren zwischen der Kreisklasse, A-Klasse und B-Klasse. Erst ab Mitte der 80er Jahre wurde diese Regelmäßigkeit durchnrochen, als unserer ersten Mannschaft gelang, innerhalb weniger Jahre von der B-Klasse bis in die Landesliga aufzusteigen.

In der Spielzeit 1986/87 mussten wir noch in der B-Klasse antreten. Umso überraschender war es, dass wir durch drei aufeinanderfolgende Aufstiege bereits in der Saison 1989/90 die Bezirksliga erreicht hatten, wo wir aber auch nur für die nächsten drei Jahre spielen würden!

In der Zwischenzeit hatte unsere zweite Mannschaft sich auch verbessern können und schaffte 1990 den Aufstieg in die A-Klasse. Obwohl sie sehr oft mit Spielerengpässen zu kämpfen hatte und Spieler an die erste Mannschaft abgeben musste, konnte sie in den folgenden Jahren immer im Mittelfeld mitspielen.

Dann kam die legendäre Saison 1991/92, in der wir den sensationellsten Erfolg in der 50-jährigen Geschichte unseres Vereins erreichen sollten, nämlich den Aufstieg unserer ersten Mann­schaft in die Landesliga. Diese Saison wird mit Sicherheit jedem noch in guter Erinnerung sein. Denke man nur an die schicksalhafte Begegnung gegen den Tabellenletzten aus Grünbühl, die beinahe verloren gegangen wäre oder an das Spitzenduell gegen die Schachfreunde aus Vaihingen, das Unentschieden endete. Damit gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Vaihinger Schachfreunden bis zum letzten Spieltag und nur aufgrund der besseren Brettpunkte schafften wir den Aufstieg und ließen die Vaihinger hinter uns. Dieser tolle Erfolg kam nur zustande, da jeder in der Mannschaft voll motiviert war und jedes Mal sein Bestes gab. Wobei sich trotzdem zwei Spieler besonders hervorhoben. Das waren Thomas Glaser an Brett 3, der 10 Punkte aus 10 Partien machen konnte und Stefan Hamm an Brett 1, der auf 9 Punkte aus 10 Partien kam.

Der Aufstieg in die Landesliga, der höchsten Spielklasse, in der der SCA in seinen 50 Jahren spielte, wurde gebührend gefeiert. Die Aufstiegsfeier fand im Rahmen unseres jährlichen Gartenfestes bei Familie Hamm statt und fand mit einem Spanferkelessen seinen krönenden Abschluss.

Die erste Saison in der Landesliga verlief dann erfolgreicher, als wir zu Hoffen gewagt hätten. Unsere Spieler zeigten keinen Respekt vor den vermeintlich stärkeren Spielern und wir konnten gleich das erste Spiel gegen Lauffen für uns entscheiden. Eine Runde vor Schluss belegten wir sogar den dritten Platz. Somit hatten wir uns als Aufsteiger gleich gut in der Landesliga etabliert.

Dafür hatten wir im folgenden Jahr gegen den Abstieg zu kämpfen und konnten uns erst im letzten Spiel mit einem Sieg über Künzelsau in den Klassenerhalt retten. Trotzdem gab es in dieser Saison ein weiteres Highlight. Schachfreund Glaser konnte den für Tamm spielenden IM Pavel Martynov schlagen.

Bis zur Saison 1997/98 hielten wir uns immer im Mittelfeld. Aber dann kam die Katastrophe. Bei unserer ersten Mannschaft lief gar nichts mehr zusammen. Ein Spiel um das andere ging verloren, so dass wir im Jubiläumsjahr leider in die Bezirksliga absteigen müssen. Der direkte Wiederaufstieg wird aber von uns angestrebt.

Umso erfolgreicher schlug sich unsere zweite Mannschaft im Jubiläumsjahr. Nach achtjähriger Zugehörigkeit zur A-Klasse gelang ihr dieses Jahr der Durchbruch. Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung schaffte es unsere "Zweite", die Konkurrenz in Schach zu halten. Mit einem gelungenen Endspurt konnte der zweite Platz in der A-Klasse erreicht werden, der zum Aufstieg in die Kreisklasse berechtigt. Von allen Spielern besonders hervorzuheben ist hierbei Joe Röder, der mit 7 Punkten aus 8 Partien maßgeblichen Anteil am bisher größten Erfolg unserer zweiten Mannschaft hat.

Daß unser Verein eine feste Größe im Schachbezirk Unterland ist und teilweise auch auf württembergischer Ebene für Furore sorgt, konnte er neben der erfolgreichen Teilnahme bei den Verbandsspielen, auch schon oft bei Pokal- und Blitzmeisterschaften unter Beweis stellen. So qualifizierten wir uns regelmäßig beim Bezirksblitzturnier für die württembergische Blitzmannschaftsmeisterschaft. In den Jahren 1991 und 1996 wurden wir sogar Bezirksmannschaftsblitzmeister.

Unsere Pokalmannschaft war auch schon öfters für die eine oder andere Überraschung gut, z.B. als wir 1990 die Bundesligamannschaft von Cannstatt mit 2,5:1,5 bezwingen konnten. Wir standen auch schon des öfteren im Endspiel des Bezirkspokals, so in den Jahren 1990, 1993, 1995 und 1998. Im Jahr 1993 konnten wir sogar das Endspiel gewinnen und waren somit Bezirkspokalmeister.
Den Unterländer Schachpokal der Gruppe C konnte Asperg in den Jahren 1986, 1987 und 1988 jeweils für sich entscheiden und somit für immer nach Asperg holen. Auch im Jahr 1994 konnten wir den Unterlandpokal für Asperg gewinnen. Im Jubiläumsjahr beteiligen wir uns gleich mit zwei Mannschaften am Unterlandpokal, dessen Abschlussrunden wir im Rahmen unseres Festprogramms in der Asperger Stadthalle ausrichten werden.

Ausgesprochen gute Einzelspieler gab es in Asperg selten, aber sie gab und gibt es. So beherrschte zum Beispiel das Ehepaar Köhler 1962 die Schachszene nicht nur in Asperg. Er wurde offener Stadtmeister, sie erreichte bei den württembergischen Damenmeisterschaften einen hervorragenden 3. Platz.
Das erste Mal den Bezirksmeistertitel nach Asperg holte Thomas Glaser 1991. Diesen Erfolg wiederholte Stefan Hamm im Jahre 1993. Im selben Jahr schaffte Hamm dann sogar den Aufstieg ins württembergische Meisterturnier, bei dem er einen hervorragenden 6. Platz belegen konnte. In seiner Erfolgsliste konnte Hamm auch schon einige Siege über Internationale Meister und Großmeister verbuchen. 1996 qualifizierte er sich als württembergischer Vizeblitzmeister für die deutsche Blitzmeisterschaft.

Ein Höhepunkt in der Geschichte des Schach-Club Asperg war sicherlich auch das 40-jährige Jubiläum im Jahre 1988. Zu diesem Anlass wurden zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt, die einen harmonischen Verlauf hatten. So wurde etwa am Gründungstag ein Jubiläumsblitzturnier veranstaltet und eine Simultanveranstaltung durchgeführt. Der Bundesligaspieler Thilo Kabisch trat gegen den gesamten Schach-Club an. Beim Mannschaftsturnier "Rund um den Asperg", zu dem alle umliegenden Vereine eingeladen wurden, ging der Schach-Club Asperg als Sieger hervor. Somit konnte der eigens hierfür gestiftete Pokal in Asperg verbleiben